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Fakten über Crystal Meth

Info-Heft über Methamphetamin (Crystal Meth), eine neue Droge, die an einem einzigen Wochenende ein unglaubliches Zerstörungswerk anrichten kann.
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Marie F.

(Meth-Abhängige vor und nach drei Jahren Meth-Konsum)

Meth-Abhängige

"Mein Leben geriet außer Kontrolle, als ich einmal aus Langeweile mit ein paar Freundinnen ausging. Bei dieser Gelegenheit, ich war gerade 40 Jahre, nahm ich zum ersten Mal Meth. Drei Jahre später spritzte ich es. Ich verließ meine drei Kinder (10,12 und 15) und lebte schließlich auf der Straße."

Melanie J.

Meth-Abhängige

"Weil das Geld vom Sozialamt nicht reichte, um unseren Meth-Konsum zu finanzieren, machten wir aus unserer Wohnung eine Meth-Küche. Die Chemikalien dafür bewahrten wir im Kühlschrank auf – wir hatte keine Ahnung, dass die hochgiftigen Stoffe auf die anderen Lebensmittel übergehen würden.

Als ich meinem 3-jährigen Sohn zu Essen gab, wusste ich nicht, dass es vergiftet war. Ich war so 'zu' von Meth, dass ich erst 12 Stunden später merkte, dass er todkrank war. Da ich aber immer noch 'zu' war, brauchte ich weitere 2 Std, um auszuarbeiten, wie ich ihn ins 8 km entfernte Krankenhaus bringen konnte. Als ich endlich in der Notaufnahme ankam, konnte bei meinem Jungen nur noch der Tod festgestellt werden."

Amphetamin

abgeleitet aus alpha-Methylphenethylamin
Szenenamen: Amphe, Pep, Speed


Bei den meisten Menschen löst Amphetamin ein Hochgefühl aus, ein künstliches Gefühl der Zuversicht und der Energie, eine Art hyperaktive Wachheit, gekoppelt mit Appetitlosigkeit. 6-8 Stunden nach dem Konsum kommt es dann i.d.R zum sogenannten "Abturn", einem unangenehmen Gefühl der Nervosität und Abgespanntheit; der Körper fordert die dringend benötigte Ruhe ein, aber das noch nicht vollständig abgebaute Amphetamin verhindert das. Aus diesem Grund ist es verbreitet, sich etwa mit Cannabis "herunterzurauchen". Teilweise werden auch Beruhigungsmittel oder Valium eingenommen, um zur Ruhe zu kommen.

Der User kommt schnell in einen Teufelskreis der abwechselnden Einnahme von "Uppers" (stimulierende Droge) und "Downers" (betäubende Droge), wobei jedes Mittel jeweils die Nach- und Nebenwirkungen des anderen bekämpfen soll.

Amphetamin wird in Deutschland und Europa größtenteils in der Rave- und Techno-Szene konsumiert, um die langen Nächte durchhalten zu können. In anderen Gegenden (vor allem Asien) zieht sich der Konsum durch breitere Bevölkerungsschichten; Arbeiter, Manager und Hausfrauen steigern dadurch ihre "Leistungsfähigkeit". Es macht wach, erzeugt eine leichte Euphorie und ermöglicht stundenlanges Tanzen oder andere energiezehrende Tätigkeiten.

Der erste Konsum mag eine angenehme Erfahrung sein, aber selbst als Gelegenheits-User hat man bereits angefangen, die Kontrolle an die Rauschsubstanz abzugeben.

Erscheinungsform:

Das pulverförmige Rauschmittel wird meistens durch ein dünnes Papierröhrchen in die Nase geschnieft. Es wird aber auch in Tablettenform oder aufgelöst in Wasser oder Getränken angeboten.

Kurzfristige Effekte:

  • Appetitverlust
  • Erhöhter Herzschlag, erhöhter Blutdruck,erhöhte Körpertemperatur
  • Erweiterte Pupillen
  • Schlafstörungen
  • Übelkeit
  • Bizarres, fahriges, manchmal gewalttätiges Verhalten
  • Halluzinationen, Hyperaktivität, Reizbarkeit
  • Panik und Psychose
  • Exzessive Dosen können zu Krämpfen, Anfällen und zum Tod führen


Langfristige Wirkungen:

  • Schädigungen der Blutgefäße von Herz und Gehirn, Bluthochdruck, der zu Herzinfarkten, Schlaganfällen und Tod führen kann
  • Schädigungen von Leber, Nieren und Lunge
  • Schädigung der Nasenschleimhäute
  • Unterernährung, Gewichtsverlust
  • Zahnverfall
  • Desorientiertheit, Apathie, verwirrte Erschöpfung
  • Starke psychologische Abhängigkeit
  • Psychose
  • Depression
  • Hirnschaden ähnlich Alzheimer, Schlaganfall und Epilepsie


Zu der Gruppe der amphetaminartigen Substanzen gehören auch:
Ecstasy, Methamphetamin und Crystal Meth