Die Vereinten Nationen – UN

Die Vereinten Nationen spielen weltweit die zentrale koordinierende Rolle in der internationalen Drogenpolitik. Sie setzen die globalen Regeln, sammeln Daten, überwachen Entwicklungen und unterstützen Staaten bei Prävention, Behandlung und Kontrolle des illegalen Drogenhandels.

United Nations Office on Drugs and Crime

Die wichtigsten Aufgaben der UN im Überblick
 

1. Globale Rechtsgrundlagen schaffen

Die UN hat die drei großen internationalen Drogenabkommen verabschiedet (1961, 1971, 1988). Sie bilden bis heute den rechtlichen Rahmen, an den sich fast alle Staaten halten.

2. Weltweite Datenerhebung & Analyse (UNODC)

Das UN‑Drogen- und Verbrechensbüro (UNODC) veröffentlicht jedes Jahr den World Drug Report. Er liefert die wichtigsten globalen Zahlen und Trends zu Konsum, Märkten, Gesundheitsschäden und Kriminalität.

3. Unterstützung von Staaten

Die UN hilft Ländern dabei,

  • Präventionsprogramme aufzubauen,
  • Behandlung und Schadensminimierung zu verbessern,
  • Strafverfolgung und Grenzkontrollen zu stärken,
  • Alternativen für Bauern im illegalen Drogenanbau zu schaffen.
4. Internationale Zusammenarbeit koordinieren
  • Die UN bringt Regierungen, Wissenschaft, NGOs und Fachstellen zusammen, um
  • gemeinsame Standards zu entwickeln,
  • Risiken früh zu erkennen,
  • und weltweit abgestimmte Maßnahmen zu ermöglichen.
5. Schutz der öffentlichen Gesundheit

Die UN betont, dass Drogenpolitik menschenrechtsbasiert sein muss: Schutz von Jugendlichen, Prävention, Behandlung, soziale Unterstützung und Reduktion von Schäden stehen im Mittelpunkt.

 

WORLD DRUG REPORT 2025

Key figures at a glance
 

World Drug Report Key figures at a glance 

 

Kurzfassung

Globale Trends
  • Weltweit bleibt die Verfügbarkeit nahezu aller Drogen sehr hoch.
  • Die Märkte sind stabil und widerstandsfähig, trotz geopolitischer Krisen und wirtschaftlicher Unsicherheiten.
  • Synthetische Drogen (v. a. Methamphetamin, Amphetamine, NPS) gewinnen weiter an Bedeutung.
Konsum & Gesundheit
  • Der Mischkonsum nimmt weltweit zu und führt zu mehr Vergiftungen und Notfällen.
  • Opioide bleiben die Hauptursache drogenbedingter Todesfälle.
  • Psychische Erkrankungen im Zusammenhang mit Drogenkonsum steigen weiter an.
Regionale Entwicklungen
  • In Nordamerika dominiert weiterhin die Opioidkrise (Fentanyl & Analoga).
  • In Europa wächst der Markt für Kokain und synthetische Stimulanzien.
  • In Asien und Afrika breiten sich Methamphetamin‑Märkte stark aus.
Kriminalität & Märkte
  • Der Drogenhandel verlagert sich zunehmend in digitale und verschlüsselte Kanäle.
  • Organisierte Kriminalität nutzt globale Lieferketten, Häfen und Logistikzentren effizienter.
  • Rekordmengen an Kokain und Methamphetamin werden weltweit beschlagnahmt.
UN‑Empfehlungen
  • Ausbau von Prävention, Behandlung und Schadensminimierung.
  • Stärkere internationale Kooperation gegen synthetische Drogen.
  • Bessere Überwachung neuer Trends und frühzeitige Warnsysteme.
  • Menschenrechtsbasierte Ansätze in der Drogenpolitik stärken.