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Fakten über Drogen

Info-Heft über die Auswirkungen und Folgen des Drogenkonsums und einer Kurzbeschreibung aller einschlägigen Drogen.
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Halluzinogene Pilze

 

halluzinogen = Halluzinationen hervorrufend
Szenenamen: Magic Mushrooms, Zauberpilze, Psilos, Pilze, Shrooms, Fleisch der Götter, Mexikaner, Hawaiianer 

Bei halluzinogenen Pilzen handelt es sich um Pilze, die die Wirkstoffe Psilocybin oder Psilocin enthalten. Weltweit gibt es über 180 Arten dieser Pilze. Die bekannteste Gattung ist hierbei die Gattung der Kahlköpfe, zu der der spitzkegelige Kahlkopf, der kubanische Kahlkopf, der mexikanische Kahlkopf und viele weitere zählen.

Die Wirkung halluzinogener Pilze ist der Wirkung von LSD ähnlich, wenn auch in abgeschwächter Form. Es kommt zu Veränderungen im Seh-, Hör- und Tastsinn. Die Umgebung wird verzerrt wahrgenommen und präsentiert sich dem User anders als sie wirklich ist. 

Die Wirkung setzt etwa 20 Minuten nach der Einnahme halluzinogener Pilze ein. Der Trip selbst dauert 6-8 Stunden an und entpuppt sich nicht selten als Horrortrip, aus dem sich der Konsument erst nach vielen zermarternden Stunden befreien kann, wenn die Wirkung der Pilze abklingt. Selbst nach einem Trip können noch über Jahre hinweg negative Folgeerscheinungen wie wiederkehrende Panikattacken auftreten - auch wenn in der Zwischenzeit keine weiteren Pilze konsumiert werden. 

Aufgrund der wahrnehmungsverändernden Wirkung der Pilze kann es außerdem zu Unfällen kommen, wenn ein Konsument zum Beispiel eine viel befahrene Straße überquert oder einen Abgrund übersieht.

In Deutschland werden halluzinogene Pilze im Vergleich zu anderen europäischen Ländern relativ häufig konsumiert. Das Einstiegsalter liegt in Europa im Durchschnitt bei 18-19 Jahren. 

Erscheinungsform:

Psilocybinhaltige Pilze werden frisch oder getrocknet oder in Kapselform konsumiert. 

Kurzfristige Effekte:

  • Veränderte Wahrnehmung und Illusionen
  • Paranoide Reaktionen
  • Horrorvisionen 
  • Angstzustände und Panikattacken
  • Anhaltende Veränderung der Persönlichkeit
  • Psychose
  • Erweiterte Pupillen
  • Appetitverlust 
  • Atembeschwerden
  • Herzrasen
  • Veränderter Blutdruck
  • Kreislaufprobleme
  • Erhöhte Körpertemperatur
  • Schweißausbrüche
  • Kopfschmerzen
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Kältegefühl in Armen und Beinen
  • Schwächegefühl
  • Schüttelfrost
  • Bauchschmerzen
  • Ohnmacht
  • Epileptische Anfälle
  • Unfälle aufgrund von Fehlwahrnehmung der Umgebung

Langzeitwirkungen:

Zusätzlich zu den oben genannten Effekten können sich bei längerfristigem Konsum die folgenden Auswirkungen einschalten:

  • Toleranzentwicklung mit der Notwendigkeit, höhere Dosen zu nehmen
  • Psychische Erschöpfung

Bei Verwechslung mit anderen Giftpilzen kann es zu lebensbedrohlichen Vergiftungen kommen.