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Fakten über Heroin

Info-Heft über Heroin. Wer auf Heroin hereinfällt, begibt sich auf einen Weg, an dessen Ende für viele der Tod wartet.
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Pete C.

Heroin-Abhängiger

"Einige glauben, dass Heroin eine tolle Sache ist, aber man verliert alles: Beruf, Eltern, Freunde, Vertrauen, sein Zuhause. Lügen und Stehelen werden zur Gewohnheit. Man respektiert niemanden und nichts mehr."

Sandra S.

Heroin-Abhängige

"Von dem Tag an, als ich es das erste Mal probierte, hörte ich nicht mehr auf. innerhalb einer Woche war ich vom Schnupfen des heroins zum Spritzen übergegangen. Innerhalb eines Monats war ich hoffnungslos abhängig und in Geldschwierigkeiten. ich verkaufte alles, was ich besaß, und schließlich auch alles, was meine mutter besaß. Innerhalb eines Jahres hatte ich alles verloren.

Ich verkaufte mein Auto, verlor meine Stellung, wurde aus dem Haus geworfen, hatte meine Kreditkarten um 25.000 Dollar überzogen und lebte auf der Straße. Ich log stahl und betrog.

Ich wurde vergewaltigt, geschlagen, überfallen, ausgeraubt, verhaftet, obdachlos, krank und verzweifelt. Ich wusste, dass niemand einen solchen Lebensstil lange aushalten kann und ich dem Tod ins Auge blicke. Ich dachte, dass sterben auf jeden Fall besser wäre als ein Junkie zu sein."

Heroin

griech. heros = stark, kräftig

Szenenamen: Stoff, Braunes, Dope, H, Junk, Schnee, Shore, Smack, Brown Sugar

Heroin wurde erstmals 1898 von dem deutschen Pharmaunternehmen Bayer hergestellt. Es wurde zunächst als eine Art Hausmittel auf den Markt gebracht - wie etwa Aspirin - aber auch als vermeintliches Heilmittel für Morphium-Abhängige. 

Geschichtlicher Hintergrund:

In den Vereinigten Staaten war die Abhängigkeit von Opium schon in den 1850er Jahren ein unübersehbares Problem. Die "Lösung" bestand darin, Abhängigen einen chemisch weiterentwickelten und angeblich nicht süchtig machenden Ersatz anzubieten, nämlich Morphium. Das Ergebnis war, dass die Abhängigkeit von Morphium schließlich ein noch größeres Problem darstellte als die Opiatabhängigkeit. Genau wie bei Opium wurde nun zur Lösung des Morphiumproblems eine andere "nicht süchtig machende" Ersatzdroge eingesetzt: Heroin - welches sich jedoch als noch suchterzeugender erwies als Morphium. Zur Lösung des Heroinproblems wurde also ein weiterer "nicht süchtig machender" Stoff benötigt. Diese neue Droge wurde in Deutschland in den 1940er Jahren entwickelt und nach dem Krieg unter dem Namen Methadon vermarktet. Methadon gilt heute als "Mittel der Wahl", wenn es um Heroinsubstitution geht, es erweist sich jedoch immer mehr als noch suchterzeugender als Heroin. So sind die Entzugserscheinungen von Methadon deutlich stärker als bei Heroin und kann mehr Komplikationen mit sich bringen. 

Erscheinungsformen:

In seiner reinsten Form ist Heroin ein feines, weißes Pulver. Am häufigsten kommt es jedoch in den Farben rosa, grau, braun oder schwarz vor. Die Verfärbungen rühren von den Zusätzen her, die verwendet werden, um es zu strecken - z.B. Zucker und Koffein. Es wird auch manchmal mit Strychnin oder anderen Giften versetzt. Heroin wird intravenös gespritzt, geraucht oder gesnieft.

Kurzfristige Effekte:

  • “Rush”
  • Verlangsamte Atmung
  • Vernebelung geistiger Funktionen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Sedierung, Benommenheit
  • Unterkühlung (Hypothermie) 
  • Überdosis führt zu Koma oder Tod

Unter den anfänglichen Wirkungen des Heroins ist eine plötzliche Zunahme des Empfindungsvermögens - ein "Rush". Dies wird oft von einem Gefühl der Wärme auf der Haut und einem trockenen Mund begleitet. Manchmal kann es beim Einsetzen der Drogenwirkung auch zu Erbrechen und starkem Juckreiz kommen. Sobald die ersten Wirkungen nachlassen, ist der User für mehrere Stunden schläfrig. Die elementaren Körperfunktionen wie Atmung und Herzschlag verlangsamen sich. Bereits wenige Stunden nachdem die Wirkung nachgelassen hat, entwickelt der Körper ein starkes Verlangen nach mehr. Wenn der Abhängige keinen weiteren "Schuss" bekommt, setzen extrem ausgeprägte Entzugserscheinungen ein. Zu den typischen Entzugserscheinungen zählen Schlaflosigkeit, Unbehagen, Schmerzen in den Knochen, Durchfall, Erbrechen und ein intensives Gefühl des Unwohlseins. Das vom User ersehnte Hochgefühl hält dagegen nur einige Minuten an.

Langfristige Wirkungen:

  • Schlechte Zähne
  • Zahnfleischentzündung
  • Verstopfung
  • Schweißausbrüche (kalter Schweiß)
  • Jucken
  • Schwächung des Immunsystems
  • Koma
  • Erkrankung der Atemwege
  • Lähmung, voll oder teilweise
  • Verringerte Libido, Unfähigkeit zum Orgasmus
  • Langfristig Impotenz bei Männern
  • Menstruationsstörungen bei Frauen
  • Verschlechterung des Erinnerungsvermögens und der intellektuellen Leistung
  • Introvertiertheit
  • Depressionen
  • Persönlichkeitsveränderungen
  • Pusteln im Gesicht
  • Appetitlosigkeit
  • Schlaflosigkeit