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Fakten über Heroin

Info-Heft über Heroin. Wer auf Heroin hereinfällt, begibt sich auf einen Weg, an dessen Ende für viele der Tod wartet.
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Pete C.

Heroin-Abhängiger

"Einige glauben, dass Heroin eine tolle Sache ist, aber man verliert alles: Beruf, Eltern, Freunde, Vertrauen, sein Zuhause. Lügen und Stehelen werden zur Gewohnheit. Man respektiert niemanden und nichts mehr."

Sandra S.

Heroin-Abhängige

"Von dem Tag an, als ich es das erste Mal probierte, hörte ich nicht mehr auf. innerhalb einer Woche war ich vom Schnupfen des heroins zum Spritzen übergegangen. Innerhalb eines Monats war ich hoffnungslos abhängig und in Geldschwierigkeiten. ich verkaufte alles, was ich besaß, und schließlich auch alles, was meine mutter besaß. Innerhalb eines Jahres hatte ich alles verloren.

Ich verkaufte mein Auto, verlor meine Stellung, wurde aus dem Haus geworfen, hatte meine Kreditkarten um 25.000 Dollar überzogen und lebte auf der Straße. Ich log stahl und betrog.

Ich wurde vergewaltigt, geschlagen, überfallen, ausgeraubt, verhaftet, obdachlos, krank und verzweifelt. Ich wusste, dass niemand einen solchen Lebensstil lange aushalten kann und ich dem Tod ins Auge blicke. Ich dachte, dass sterben auf jeden Fall besser wäre als ein Junkie zu sein."

Ketamin

Ketamin = kurz für Ketaminhydrochlorid, ein halluzinogenes Arzneimittel 
Szenenamen: K, Ket, Special K, Vitamin K, Kate

Ketamin ist ein medizinisches Narkosemittel, das heute hauptsächlich in der Tiermedizin und in seltenen Fällen auch in der Humanmedizin verwendet wird. Es wurde in den 60er Jahren ursprünglich als Ersatzmittel für das Narkosemittel Phencyclidin (PCP) entwickelt, nachdem festgestellt worden war, dass PCP bei Patienten starke Halluzinationen hervorrief. Doch auch Ketamin führt bei Patienten zu Wahnvorstellungen, Halluzinationen und Desorientierung. Deshalb wird Ketamin heute nur noch in Ausnahmefällen an Menschen verabreicht und kommt ansonsten nur noch in der Tiermedizin zum Einsatz. 

Wegen seiner halluzinogenen und berauschenden Wirkungen wird Ketamin - vor allem in der Partyszene - auch als Rauschmittel verwendet. Als ein Anästhetikum verursacht die Droge beim Konsumenten stark reduzierte Sinneswahrnehmungen wie reduzierter Geruchs- und Geschmackssinn und eingeschränktes Wärmeempfinden. Dadurch kann es zu gefährlichen Unfällen und Verletzungen kommen, wenn ein User zum Beispiel nicht merkt, dass er sich an einem heißen Gegenstand oder einer heißen Flüssigkeit verbrennt. 

Nach der Einnahme kann es zu vorübergehender Bewusstlosigkeit kommen. Doch auch im Wachzustand ist Kommunikation mit dem Konsumenten kaum möglich, da seine Aufmerksamkeit zu zerstreut ist. Konzentrationsfähigkeit ist praktisch nicht vorhanden. Auch kommt es bei Konsum von Ketamin häufig zu Halluzinationen. 

Bei hoher Dosierung erleben User zudem eine Art “Nahtoderfahrung”: Konsumenten berichten, dass sie sich losgelöst von sich selbst empfinden, aus ihrem Körper austreten und mit der Außenwelt verschmelzen. Dies führt bis hin zur Unfähigkeit, den eigenen Körper zu kontrollieren - ein Zustand, der dem Sterben ähnlich ist. Diese Erfahrung wird als K-Hole bezeichnet.

Erscheinungsform:

Als Rauschmittel wird Ketamin meist in weißer, kristalliner Pulverform konsumiert, wobei der User die Droge ähnlich wie Kokain snifft. Es kann aber auch injiziert werden. In diesem Fall handelt es sich um eine farblose Flüssigkeit. In seltenen Fällen kommt Ketamin auch in Pillenform vor, wobei es dann oft mit anderen Substanzen wie Ecstasy gestreckt ist. 

Kurzfristige Effekte:

  • Erhöhter Blutdruck
  • Beschleunigter Puls
  • Herzrasen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Angstzustände und Panikattacken
  • Verzerrte Wahrnehmungen und Halluzinationen
  • Bewegungsunfähigkeit und Kontrollverlust über den eigenen Körper
  • Erhöhtes Unfallrisiko aufgrund eingeschränkter Wahrnehmung und Bewegungsfähigkeit
  • Verringertes Schmerzempfinden mit der Gefahr unbeabsichtigter Selbstverletzung 
  • Schwäche
  • Schwindel
  • Konzentrationsstörungen
  • Bewusstlosigkeit und Ohnmacht

Langzeitwirkungen:

  • Toleranzentwicklung mit der Notwendigkeit, immer höhere Dosen zu nehmen
  • Psychische Abhängigkeit
  • Teilweise irreparable Schäden am Harntrakt
  • Erkrankungen der Blase und Niere
  • Krampfartige Bauchschmerzen
  • Erhöhtes Herzinfarktrisiko
  • Gehirnschäden
  • Beeinträchtigte Gedächtnisleistung
  • Nervenschäden und neurologische Störungen
  • Psychose