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Fakten über Kokain

Info-Heft über Kokain, das berüchtigte weiße Pulver. Es hat als eines der ältesten und gefährlichsten Drogen schon zahllose Leben ruiniert.
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Nigel C.

Kokain-Abhängiger

"Du denkst, dass Koks deine Wahrnehmungen erweitert, dass du wegen ihm dich selbst übertreffen und alles unter Kontrolle haben willst. Verdammter Blödsinn! Nach einer Weile zahlst du deine Rechnungen nicht mehr, du wäschst dich nicht mehr, du gibst deine Freunde und deine Familie auf. Du wirst völlig wehrlos und fühlst dich alleine."

Shawne L.

Kokain-Abhängige

"Fass Kokain nicht an! Ich verbrachte wegen dieser Droge zwei Jahre im Gefängnis. Als ich endlich raus kam, war das Leben so hart, dass ich wieder mit Kokain angefangen habe.

Ich kenne zehn Mädchen, die dieser Droge wegen prostituierte wurden. Sie ist viel extremer und macht uns weit mehr herunter, als wir es je glauben würden. Wir können uns nicht vorstellen, wie sehr sie uns kaputt macht."

Kokain

indian. koka, wörtlich = Baum
Szenenamen: Charlie, Coca, Coke, Cola, Discoschnee, Koks, Line, Marschierpulver, Persil, Pulver, Schnee, Schönes, Schubi, Stardust, Sternenstaub, Weißes Gold

Kokain ist eine der heimtückischsten Drogen überhaupt. Von allen Drogen verursacht Kokain nach Methamphetamin die größte psychologische Abhängigkeit. Vielen Konsumenten ist es beinahe unmöglich, sich wieder aus seinem Griff zu befreien - Kokain fesselt einen sowohl physisch als auch mental. 

Physisch stimuliert die Droge Teile des Gehirns, wodurch eine starke Euphorie hervorgerufen wird. Der Körper gewöhnt sich aber sehr schnell an die Droge, mit der Folge, dass nur höhere Dosen und verstärkter Konsum das gleiche Hochgefühl hervorbringen. 

Heute ist Kokain ein weltweites Milliardengeschäft. Die Konsumenten kommen aus allen Altersgruppen, Berufszweigen und wirtschaftlichen Verhältnissen. Sogar Schulkinder sind darunter, die gerade einmal acht Jahre alt sind. 

Kokainkonsum kann zum Tod durch Ersticken führen oder einen Herzinfarkt, Hirnschlag oder Schlaganfall auslösen. Kinder von kokainabhängigen Müttern kommen bereits als Süchtige zur Welt. Viele dieser Babys haben Geburtsfehler und zahlreiche andere Probleme. 

Trotz all dieser Gefahren nimmt der Kokainhandel und Missbrauch stetig zu.  

Erscheinungsformen:

Kokain wird in Pulverform oder in Form von grobkörnigen Kristallen, dem sogenannten Crack, konsumiert. Das aus den Blättern des Kokastrauches gewonnene Kokain wurde ursprünglich als Schmerzmittel hergestellt. Es wird in der Regel geschnupft, wodurch das Pulver durch die Nasenschleimhaut in den Blutkreislauf gelangt. Es kann auch anderweitig in die Schleimhaut eingerieben werden - etwa ins Zahnfleisch. Von Abhängigen wird es oft auch gespritzt, damit es direkt in den Blutkreislauf gelangt und seine Wirkung schneller entfaltet. Das Risiko der Überdosierung steigt dadurch erheblich. Inhaliert man Kokain als Rauch oder Dampf, gelangt es ebenfalls schneller in den Blutkreislauf aber ohne die mit Injektionen verbundenen Risiken.

Kurzfristige Effekte:

  • Appetitlosigkeit
  • Erhöhter Puls und Blutdruck, erhöhte Körpertemperatur
  • Verengte periphere Blutgefäße
  • Beschleunigte Atmung
  • Erweiterte Pupillen
  • Schlafstörungen
  • Übelkeit
  • Überreizung
  • Bizarres, unberechenbares und manchmal gewalttätiges Verhalten
  • Erregbarkeit, Gereiztheit
  • Fühlbare halluzinatorische Empfindungen, wie zum Beispiel Käfer unter der Haut
  • Starke Euphorie
  • Angst und Verfolgungswahn
  • Depressionen
  • Starkes Verlangen nach Drogen
  • Panikanfälle und psychotisches Verhalten
  • Überdosen (selbst eine einzige Überdosis) können Krämpfe, Schlaganfälle und plötzlichen Tod zur Folge haben

Langfristige Wirkungen:

  • Irreversible Schäden an Herz- und Gehirnblutgefäßen
  • Hoher Blutdruck, der zu Herzinfarkten, Schlaganfällen und zum Tod führen kann
  • Leber-, Nieren- und Lungenschäden
  • Zerstörung der Nasenschleimhäute, wenn es geschnupft wird
  • Atembeschwerden, wenn es geraucht wird
  • Infektionskrankheiten und Abszesse, wenn es gespritzt wird
  • Unterernährung, Gewichtsverlust
  • Starker Zahnverfall
  • Halluzinatorische Wahrnehmungen und Empfindungen
  • Sexuelle Funktionsstörungen, Schäden an den Fortpflanzungsorganen und Unfruchtbarkeit (sowohl bei Männern als auch bei Frauen)
  • Orientierungslosigkeit, Apathie, verwirrte Erschöpfung
  • Ständige Gereiztheit und Stimmungsschwankungen
  • Zunehmend riskantes Verhalten
  • Delirium oder Psychose
  • Schwere Depressionen
  • Gewöhnung und Abhängigkeit (auch nach nur einmaligem Gebrauch)